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Nachhaltigkeit

Im gesamten Nachhaltigkeitsprozess nimmt die enge Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in vielen Prozessen gestaltend mitwirken, einen hohen Stellenwert ein. Mit ihnen gemeinsam wurde auch im Rahmen mehrerer Workshops das Leitbild des Unternehmens entwickelt.

 

>>Nachhaltige Veranlagung
>>GRI Content Index 2009
>>Nachhaltigkeitsprogramm 2009/2010

Nachhaltigkeitsbericht

>>Ökonomische Leistungsindikatoren
>>Ökologische Leistungsindikatoren
>>Soziale Leistungsindikatoren: Arbeitspraktiken und menschenwürdige Beschäftigung
>>Soziale Leistungsindikatoren: Menschenrechten
>>Soziale Leistungsindikatoren: Gesellschaft
>>Soziale Leistungsindikatoren: Produktverantwortung
>>Finanzsektor-spezifische Indikatoren

>>Geschäfts- & Nachhaltigkeitsbericht 2009 (pdf)

Bereits seit Unternehmensgründung ist Nachhaltigkeit der zentrale Teil unserer Unternehmensstrategie. Dieses klare Bekenntnis sowie das Streben nach höchster Transparenz haben uns dazu veranlasst, auch heuer einen integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen. Er dient dazu, unseren Stakeholdern einen umfassenden Überblick über vergangene, aktuelle und zukünftige Entwicklungen und Leistungen der VBV – Vorsorgekasse zu geben. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden dabei neben den ökonomischen Aspekten auch das soziale und ökologische Engagement des Unternehmens dargestellt. Der Bericht über das Geschäftsjahr 2009 wurde gemäß dem Leitfaden für Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative erstellt (GRI G3 - Anwendungsebene A+). Aus Mitarbeiterbefragungen sowie Fragebögen bzw. Interviews mit Stakeholdern (Betriebsrätebefragung, Stakeholderbefragung) wurden die wesentlichen Berichtsinhalte abgeleitet.

Zusätzlich zum gedruckten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, finden Sie nachstehend Informationen zu allen als wesentlich eingestuften Leistungsindikatoren des GRI Leitfadens.

 

Wirtschaft

Bereits im Gründungsjahr 2002 wurde eine Marktpräsenz im Ausmaß von 25 % angestrebt. Das Ziel wurde übertroffen. Die Beiträge der Arbeitgeber in die Abfertigung NEU (1,53% des Bruttobezuges) und die gesetzlich geregelten Kosten ließen eine hohe Qualität und eine erfolgreiche wirtschaftliche Positionierung durch die Vertriebsstruktur mit namhaften Brandingpartnern plausibel erscheinen. Die Vertriebsorganisation mit Banken, Versicherungen und Sparkassen hat sich bewährt, österreichweit steht unseren Kunden professionelle Beratung vor Ort zur Verfügung.

Als mittelbare wirtschaftliche Auswirkungen sind insbesondere die ökonomischen Vorteile für die Anwartschaftsberechtigten (unverfallbarer Anspruch, Kapitalgarantie, lebenslange steuerfreie Zusatzpension) zu nennen.

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Ökonomische Leistungsindikatoren

EC1 Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert, einschließlich Einnahmen, Betriebskosten, Mitarbeitergehältern, Spenden und anderer Investitionen in die Gemeinde, Gewinnvortrag und Zahlungen an Kapitalgeber und Behörden (Steuern)

Die Gesellschaft kann mittlerweile auf das siebente erfolgreiche Geschäftsjahr zurückblicken. Mit mehr als 211.000 Beitrittsverträgen und rund 1,7 Mio. Anwartschaftsberechtigten konnte der Spitzenplatz innerhalb der betrieblichen Vorsorgebranche weiter gefestigt werden. Das jährliche Prämienvolumen hat eine Größenordnung von mittlerweile 275 Mio. erreicht und liegt damit über den Prämieneinnahmen einiger traditioneller Versicherungsunternehmen des Landes. Mit einem Veranlagungsvolumen von 973,1 Mio. steht demnächst ein weiterer Meilenstein, das Überschreiten der 1 Mrd. Marke, in der Geschichte unserer Gesellschaft an.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Berichtsstichtag in Mio. € 989,7.

Innerhalb der Veranlagungsgemeinschaft stellt sich die Struktur zum Berichtsstichtag folgendermaßen dar:

 

2009

2008

2007

Verträge

211.486

180.544

110.401

Anwartschaftsberechtigte

1.669.416

1.483.690

1.167.154

> davon mit laufenden Beiträgen

789.375

751.737

573.825

> davon beitragsfrei

880.041

731.953

593.329

Beiträge (in Mio. €)

288,4

237,6

181,5

> davon laufend (in Mio. €)

275,3

231,1

174,9

> davon aus Übertragungen (in Mio. €)

13,1

6,5

6,6

Auszahlungen (in Mio. €)

72,7

40,1

19,3

> davon aus der Kapitalgarantierücklage (in Mio. €)

0,2

0,1

0

Abfertigungsanwartschaften (in Mio. €)

970,6

733,7

542,4

> davon Forderungen gem. § 47 BMVG (in Mio. €)

0,5

0,9

0,6

Veranlagtes Vermögen (in Mio. €)

973,1

735,1

543,4

Veranlagungsergebnis (OeKB-Methode)

3,35%

-0,11%

3,09%

3 - J. Performance absolut (OeKB-Methode)

2,10%

2,10%

4,06%

5 - J. Performance p.a. (OeKB-Methode)

3,07%

3,59%

4,48%

Der Marktanteil der Gesellschaft entwickelte sich in allen Kernbereichen außerordentlich positiv.

Geldflussrechnung

 

Einheit

2009

2008

2007

Finanzmittelbestand am Beginn der Periode:

T€

2.597,00

4.189,18

1.242,11

Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:

T€

7.424,62

251,89

3.624,65

Nettogeldfluss aus Investitionstätigkeit:

T€

-5.553,56

-156,57

-677,58

Nettogeldfluss aus Finanzierungstätigkeit:

T€

-1.012,50

-1.687,50

0

Finanzmittelbestand am Ende der Periode:

T€

3.455,56

2.597,00

4.189,18

Eigenkapitalausstattung

 

Einheit

2009

2008

2007

1. Grundkapital

Mio €

3,375

3,375

3,375

2. Kapitalrücklagen

Mio €

0,5

0,5

0,5

3. Gewinnrücklagen

Mio €

3,125

2,125

1,125

4. Rücklage zur Erfüllung der Kapitalgarantie

Mio €

3,0

1,8

0,598

5. Bilanzergebnis

Mio €

1,766

1,018

1,777

Summe Eigenkapital

Mio €

11,766

8,818

7,375

Geschäftsergebnis

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2009 zeigt eine weiterhin erfreuliche Entwicklung der Gesellschaft aus ökonomischer Sicht. Durch den hohen Automatisierungsgrad und einem effektiven Kostenmanagement konnte das Ergebnis konsequent gesteigert werden.

Die solide wirtschaftliche Basis, welche im Geschäftsjahr weiter gestärkt werden konnte, und die schlanke, hoch automatisierte Struktur sind für unsere Kunden ein Garant für optimale Betreuung, Sicherheit und größtmögliche Stabilität.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) beträgt im Berichtsjahr € 5,687 Mio. Unter Berücksichtigung des außerordentlichen Ergebnisses, der Ertragssteuern und der Rücklagenbewegungen verbleibt ein positives Jahresergebnis in Höhe von € 1,761 Mio. Die Rücklagenbewegungen umfassen die gesetzlich vorgesehene Dotation der Rücklage zur Erfüllung der Kapitalgarantie in Höhe von T€ 336 und eine Auflösung derselben in Höhe von T€ 216. Um die Kapitalbasis der Gesellschaft und die Vorsorge für die Erfüllung der Kapitalgarantie nachhaltig zu stärken, hat der Vorstand beschlossen, zusätzlich auf freiwilliger Basis T€ 1.080 der Kapitalgarantierücklage zuzuführen sowie die Gewinnrücklage mit weiteren T€ 1.000 zu dotieren. Beide Maßnahmen dienen der Erhöhung der Sicherheit für die Kunden der Gesellschaft.

Vorschlag für die Gewinnverwendung

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, dass der Bilanzgewinn in der Höhe von € 1.766.224,48 welcher sich aus dem Jahresgewinn in der Höhe von € 1.760.852,46 und dem Gewinnvortrag in der Höhe von € 5.372,02 zusammensetzt, für die Ausschüttung einer Dividende in der Höhe von € 0,50 pro Aktie verwendet und der verbleibende Restbetrag auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

EC2 Finanzielle Folgen des Klimawandels für die Aktivitäten der Organisation und andere mit dem Klimawandel verbundene Risiken und Chancen

Die mit dem Klimawandel verbundenen Chancen und Risiken werden bei der Veranlagung im Rahmen der Asset Allocation berücksichtigt. Durch die nachhaltig ausgerichteten Veranlagungsgrundsätze wird die strategische und taktische Asset Allocation auch auf dieses immer wichtiger werdende Thema fokussiert.

Der Ethikbeirat berücksichtigt in seinen Empfehlungen auch etwaige Auswirkungen einer Veranlagung auf den Klimawandel. So wurden weitere Fonds ins Portfolio der Veranlagungsgemeinschaft aufgenommen, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, darunter:

Ein Viertel der gehaltenen Aktienwerte umfasst Titel aus den Bereichen erneuerbare Energien und Technologien zur Reduktion von Treibhausgasen. Diese Aktien stellen rund 3% des Gesamtportfolios dar.

EC3 Umfang der betrieblichen sozialen Zuwendungen

Ein Viertel der gehaltenen Aktienwerte umfasst Titel aus den Bereichen erneuerbare Energien und Technologien zur Reduktion voEin Gleitzeitmodell mit Flexibilität für Voll- und Teilzeitkräfte besteht seit Unternehmensgründung. Teamseminare, Betriebsausflug und Mitarbeiterveranstaltungen fördern das Miteinander. Seit Unternehmensgründung wird in ein Pensionskassenmodell einbezahlt. Auf Beschluss – und ohne präjudizielle Wirkung – können Bilanzgelder und Boni an die Mitarbeitenden und den Vorstand bei guten Geschäftsergebnissen und in Anerkennung der Leistungen ausbezahlt werden. Die Mitarbeitenden der VBV – Vorsorgekasse können 1 x im Jahr an einer eigens im Haus stattfindenden Gesundenuntersuchung teilnehmen. Weiters wird die Teilnahme an diversen Impfaktionen ermöglicht, wobei die VBV die Kosten trägt. Saisonales frisches Obst wird allen Mitarbeitenden laufend kostenlos angeboten. Die VBV hat mit Hilfe der Mitarbeitenden alle Büros im Sinne einer Verbesserung der Luftfeuchtigkeit mit Zimmerpflanzen ausgestattet.

EC4 Bedeutende finanzielle Zuwendungen der öffentlichen Hand (z.B. Subventionen)

Derzeit kann die VBV eine Art von Förderung in Anspruch nehmen: die Lehrlingsförderung für den in Ausbildung befindlichen Lehrling.

EC6 Geschäftspolitik, -praktiken und Anteil der Ausgaben, der auf Zulieferer vor Ort an wesentlichen Geschäftsstandorten entfällt

Bei der Veranlagung wird der Schwerpunkt Österreich berücksichtigt, was auch der nachhaltigen Ausrichtung entspricht. Die Grafik zeigt die regionale Orientierung nach Ländern (Daten per 31.12.2009):

ec6 grafik

Bei der Warenbeschaffung (Büromöbel, Papier, Büromaterialien, Mineralwasser und Obst) werden lokale Anbieter genutzt. Unser EDV-Dienstleister hat seinen Sitz am Standort Wien, ebenso wie die Kreativ-Agentur. Die Konfektionierung der jährlich rund 1.150.000 Poststücke übernimmt ein lokaler Anbieter, und die Österreichische Post AG ist Partner bei der Versendung.

EC8 Entwicklung und Auswirkungen von Investitionen in die Infrastruktur und Dienstleistungen, die vorrangig im öffentlichen Interesse erfolgen, sei es in Form von kommerziellem Engagement, durch Sachleistungen oder durch pro bono-Arbeit

Die Vorsorgekasse erfüllt den Auftrag des Gesetzgebers zur Verwaltung und Veranlagung von obligatorischen Beiträgen, die entweder nach gewissen Bedingungen vorzeitig ausbezahlt werden können oder als wichtiger Beitrag zur zweiten Säule der Pensionsvorsorge dienen.

Neben den hauptsächlichen Aufgaben werden auch Kunst und Kultur gefördert. Im Jahr 2009 fanden zwei Veranstaltungen „gesprochene Töne im Bild“, so das Motto, für unsere Stakeholder statt.

Mit dem sozialen Hilfsprojekt namens „OpenCare““ wird für gemeinnützige Sozialprojekte eine Brücke zwischen Wirtschaft und Sozialem geschlagen. Zielsetzung ist, mehrere kleine Sponsoren- und Spendenbudgets der Stakeholder zusammen zu führen, um kleine, engagierte Sozialprojekte zu unterstützen. Die ausgewählten Projekte sollen mit „OpenCare“ die notwendige Förderung und Öffentlichkeit erhalten, um mit Hilfe zur Selbsthilfe ihre Tätigkeit fortführen zu können.

Das Ziel von „OpenCare“ ist somit:

Im Berichtszeitraum wurde – wie bereits in den voran gegangenen Jahren – das Projekt „YoungMum“ des Krankenhauses Göttlicher Heiland mit einem Sponsorbeitrag unterstützt Dabei geht es im Wesentlichen um die Unterstützung junger, sozial schlecht gestellter Mädchen in der Schwangerschaft, die in der Regel zwischen 14 und 18 Jahren alt sind. Sie leben oft unter oder knapp über der Armutsgrenze, sind alleinerziehend, einige von ihnen sind nicht einmal sozialversichert. Durch Sponsorbeiträge werden die notwendigen ärztlichen Untersuchungen, die Geburtsvorbereitung und –begleitung sowie eine nachgelagerte psychologische Betreuung finanziell unterstützt.

Weiters konnten das Haus Jona und das Flüchtlingshaus St. Gabriel, beides Einrichtungen der Caritas, unterstützt werden.

Seit Einrichtung des VBV - Spendenkontos OpenCare im Jahr 2006 wurden insgesamt bereits knapp € 23.900,- karitativen Zwecken zugeführt.

EC9 Verständnis und Beschreibung der Art und des Umfangs wesentlicher indirekter wirtschaftlicher Auswirkungen

Durch das offene Bekenntnis zu Nachhaltigem Wirtschaften wird auch indirekt auf die Gesellschaft Einfluss genommen. Bei einer Bilanzsumme von € 989,7 Mio. bringen Veranlagungsentscheidungen durch ethisch nachhaltige Auswahl auch erhebliche indirekte wirtschaftliche Auswirkungen mit sich. Dabei handelt es sich um durchaus gewünschte ökologische und soziale Leistungen in den investierten Unternehmen. Zu ihnen zählen etwa eine funktionierende Corporate Governance, Ökoeffizienz, umwelttechnische Führerschaft, herausragender Umgang mit Mitarbeitenden oder offene, transparente Berichterstattung. Verschiedene Auszeichnungen und das Österreichische Umweltzeichen auf Fonds in der Veranlagungsgemeinschaft geben davon Zeugnis.

Umwelt

Die Geschäftstätigkeit der VBV – Vorsorgekasse hat sowohl direkt als auch indirekt Auswirkungen auf die Umwelt.

Direkte Auswirkungen: In unseren eigenen Büros legen wir großen Wert auf Energieeffizienz und schonenden Umgang mit Ressourcen. So haben wir 2009 ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 aufgesetzt, das von Quality Austria zertifiziert wurde. Der strukturierte Aufbau des Umweltmanagements hilft uns, auch am Arbeitsplatz gemeinsam mit den Mitarbeitenden ökologische Schwerpunkte zu setzen. So wurde die Wahrnehmung von Effektivität und Effizienz bei umweltrelevanten Themen verschärft und die Indikatoren zur ökologischen Leistung wurden 2009 weiterentwickelt.

Indirekte Auswirkungen: Indirekten Einfluss auf die Umwelt nehmen wir durch die nachhaltige Veranlagung der einbezahlten Beträge. Im Rahmen der regelmäßigen Evaluierung unserer Veranlagungspolitik durch den Ethik-Beirat und der jährlichen Nachhaltigkeitsprüfung durch die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik werden auch die Umweltauswirkungen überprüft.

 

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Ökologische Leistungsindikatoren

EN1 Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen

Darüber hinaus legen wir auch im Bürobetrieb großen Wert auf Energieeffizienz und schonenden Umgang mit den Ressourcen. Die rund um die Mitarbeitenden aufgebaute Infrastruktur entspricht einem ökologisch orientierten Bank-Büro.

Ein papierloses Büro stellt zum jetzigen Zeitpunkt keine wirkliche Alternative dar, da über einen längeren Zeitraum gesehen Papier immer noch ein günstiger und unkomplizierter Informations- bzw. Datenträger ist. Die VBV - Vorsorgekasse forciert seit Jahren den Einsatz von Ökopapier.

 

2009

2008

2007

Kopierpapier in Stück

176.500

175.000

150.000

pro Mitarbeiter

5.516

7.292

6.250

pro 1000 Anwartschaftsberechtigte

106

118

129

davon Recyclingpapier

100%

100%

100%

davon chlorfreies Papier

100%

100%

100%

Der Anteil von Recyclingmaterial bei Papier (Briefpapier, Kuverts, Kopierpapier) beträgt 100%. Der vorjährige Geschäftsbericht wurde 2009 auf 9Lives Silk entsprechend den Anforderungen des Forest Stewardship Council (FSC) gedruckt. Für den heurigen Bericht gilt der gleiche Standard. Nicht mehr aktuelles Briefpapier wird hausintern zu Notizpapier umfunktioniert.

Der Versand von Kontoinformationen und Briefen an die Kunden (2009 ca. 1.150.000 Stück) erfolgt ebenso auf Recyclingpapier.

EN2 Anteil von Recyclingmaterial am Gesamtmaterialeinsatz

Wir verwenden im Bürobetrieb ausschließlich Recyclingpapier. der Geschäftsbericht wurde auf 9Lives Silk, entsprechend den Anforderungen des Forest Stewardship Council (FSC), gedruckt. Nicht mehr aktuelles Briefpapier wird hausintern zu Notizpapier umfunktioniert.

EN3 Direkter Energieverbrauch aufgeschlüsselt nach Primärenergiequellen

Die VBV – Vorsorgekasse hat zum Stichtag 31.12.2009 eine Bürofläche von 819,42 m2 angemietet. Das sind weniger als 5% der Gesamtnutzfläche des achtstöckigen Gebäudes. Genaue Angaben zum Energieverbrauch der VBV können nicht gemacht werden, da die Abrechnung nach dem Energieverbrauch des gesamten Bürogebäudes erfolgt und eine spezifische Abrechnung für die eingemietete VBV aus technischen Gründen nicht möglich ist.

Die VBV nutzt Fernwärme

Für die umweltfreundliche Erzeugung von Heizenergie bietet sich im städtischen Bereich vor allem die vorhandene Abwärme an. Besonders bewährt hat sich das System der Fernwärme Wien – eine intelligente Kombination von Kraft-Wärme-Kopplungen (gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme), thermischer Abfallbehandlung und erneuerbaren Energieträgern. Mit diesen drei Energiequellen ist die Fernwärme eine komfortable, preiswerte und sichere Alternative zu herkömmlichen Einzelöfen.

Umweltfreundlich 
Fernwärme schont wertvolle Ressourcen und verursacht nur geringe klimaschädliche CO2-Emissionen. Die CO2-Emission pro MWh (= 1.000 Kilowattstunden) genutzter Energie beträgt bei der Fernwärme nur 140 kg, bei einer Gasheizung sind es aber 260 kg und bei einer Ölheizung sogar 400 kg. Die Öko-Bilanz spricht eindeutig für die Fernwärme.

EN4 Indirekter Energieverbrauch aufgeschlüsselt nach Primärenergiequellen

Der Energiebedarf, Strom wird von der Energie Allianz Austria bezogen, die Heizform ist Fernwärme, für das gesamte Gebäude wird durch folgende Energieträger gedeckt:

Mehr als die Hälfte des Strombedarfes (52,17 %) wird aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen. Der Großteil davon entfällt auf die Wasserkraft. Weiters sind hier die Energiegewinnung aus fester oder flüssiger Biomasse, Biogas, Deponie- und Klärgas zu nennen. Es werden fast 4 % des Gesamtbedarfes durch die Nutzung der Wind- und Sonnenenergie gewonnen.

Die Energiegewinnung aus fossilen Energieträgern erfolgt zu 100 % aus Erdgas. Atomenergie ist ausgeschlossen, somit entsteht kein radioaktiver Abfall.

EN7 Initiativen zur Verringerung des indirekten Energieverbrauchs und erzielte Einsparungen

Bei Kundenveranstaltungen wird auf die Erreichbarkeit des Veranstaltungsorts mit öffentlichen Verkehrsmitteln immer Bedacht genommen. Der Transport von Gütern beschränkt sich im Wesentlichen auf den Versand von Kontoinformationen, die nach erfolgtem elektronischen Datentransfer, in einer Druckerei gedruckt werden und fertig kuvertiert, sortiert nach Postleitzahlen direkt von der Österreichischen Post AG übernommen werden. Durch diese Logistik konnte der Transportaufwand auf das Minimum reduziert werden. Weiters haben alle Anwartschaftsberechtigten die Möglichkeit, ihre Kontoinformation über einen gesicherten elektronischen Datentransfer (Internetkonto) abzurufen. Somit wird eine weitere Reduktion des Papiereinsatzes angestrebt.

 

2009

2008

2007

Internetkontonutzer

75.124

56.008

37.104

Um den Spritverbrauch bei dienstlichen PKW-Fahrten zu Kunden und Veranstaltungen zu reduzieren, wurde 2009 ein „Modern Driving“-Spritspar-Seminar angeboten. Die Teilnehmer der VBV – Vorsorgekasse erreichten dabei im Durchschnitt eine 17 %ige Verbesserung. Sowohl Spritverbrauch als auch die Fahrzeiten konnten reduziert werden.

EN22 Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode

Der anfallende Hausmüll, ca. 20.000 Liter p.a., wird getrennt, von der Stadt Wien abgeholt und behandelt (Verbrennung, Recycling, Kompostierung, usw. nach Standardverfahren des Abfallentsorgers). Das Getränkelager besteht aus wieder verwendbaren Pfandflaschen.

An Altpapier fallen ca. 32.000 Liter p.a. an, die ebenfalls dem Recycling zugeführt werden. Die Entsorgung wird nicht in Gewichtseinheiten erfasst.

Gefährlicher Abfall fällt nicht an, da z.B. leere Druckerpatronen vom Lieferanten abgeholt, befüllt und wieder verwendet werden.

EN26 Initiativen, um die Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen zu minimieren und Ausmaß ihrer Auswirkungen

Die VBV bietet den Anwartschaftsberechtigten die Möglichkeit, ihre Kontoinformation über einen gesicherten elektronischen Datentransfer abzurufen. Somit wird eine weitere Reduktion des relativen Papiereinsatzes (Papiereinsatz je Anwartschaftsberechtigte) angestrebt.

 

2009

2008

2007

Internetkontonutzer

75.124

56.008

37.104

Kopierpapier pro 1000 Anwartschaftsberechtigte

106

118

129

Alle Kontoinformationen, ebenso wie die Kuverts, sind aus Recyclingpapier.

 

EN29 Wesentliche Umweltauswirkungen verursacht durch den Transport von Produkten und anderen Gütern und Materialien, die für die Geschäftstätigkeit der Organisation verwendet werden, sowie durch den Transport von Mitarbeitern

Der überwiegende Teil der Mitarbeitenden (Stand 2009: rund 95 %) nützt für die Fahrt zum/vom Arbeitsplatz öffentliche Verkehrsmittel bzw. das Fahrrad. Dienstreisen werden ebenfalls, wenn möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt. Im Jahr 2009 wurden 3.403 Flugkilometer zurückgelegt.

Der Transport von Gütern beschränkt sich im Wesentlichen auf den Versand von Kontoinformationen, die nach erfolgtem elektronischen Datentransfer in einer Druckerei gedruckt werden und fertig kuvertiert, sortiert nach Postleitzahlen direkt von der Österreichischen Post AG übernommen werden. Durch diese Logistik konnte der Transportaufwand auf das Minimum reduziert werden.

Bei Kundenveranstaltungen wird auf die Erreichbarkeit des Veranstaltungsorts mit öffentlichen Verkehrsmitteln immer Bedacht genommen.

Soziales

In unserer Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden orientieren wir uns an folgenden Grundsätzen: gleiche Entlohnung für gleichwertige Arbeit, keine geschlechtsspezifischen Unterschiede, sicherer Arbeitgeber, angenehmes Betriebsklima.

Das Thema Menschenrechte ist für unsere unmittelbare Geschäftstätigkeit zwar nicht relevant, in der Veranlagung ist die Einhaltung der Menschenrechte allerdings ein Musskriterium.

Der gesellschaftliche Nutzen unserer Unternehmenstätigkeit liegt im Wesen unseres Kerngeschäfts: der gewinnbringenden, risikoarmen und nachhaltigen Veranlagung der uns anvertrauten Beiträge.

In der Produktverantwortung setzen wir auf möglichst risikoarme Veranlagung und höchste Transparenz durch umfassende Information unserer Stakeholder.

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Soziale Leistungsindikatoren: Arbeitspraktiken und menschenwürdige Beschäftigung

LA1 Gesamtbelegschaft nach Beschäftigungsart, Arbeitsvertrag und Region

Der Vorstand, bestehend aus 2 Herren und wird durch ein dreiköpfiges Führungsteam (1 Dame und 2 Herren) unterstützt. Die VBV – Vorsorgekasse beschäftigte per 31.12.2009 insgesamt 32 Mitarbeitende (zuzüglich Vorstand), davon 11 Männer und 21 Frauen. Die Mitarbeiteranzahl liegt leicht über dem Vorjahresstand (damals 28, inklusive Karenz). Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein Lehrling ausgebildet. Die Mitarbeitenden stehen alle in einem festen Angestelltenverhältnis mit der VBV – Vorsorgekasse. Von den insgesamt 32 Mitarbeitenden sind 24 Vollzeit und 8 Teilzeit beschäftigt.

Daten zur Belegschaft

 

2009

2008

2007

gesamt

32

27

24

davon Vollzeit beschäftigt

24

21

21

davon Teilzeit beschäftigt

8

5

3

in Karenz

0

1

1

LA2 Mitarbeiterfluktuationen insgesamt und als Prozentsatz aufgegliedert nach Altersgruppe, Geschlecht und Region

Das Durchschnittsalter liegt bei knapp unter 30 Jahren (19 Mitarbeitende bis 30 Jahre, 12 Mitarbeitende zwischen 30 und 50 Jahre, 1 Mitarbeiter über 50 Jahre) und die Fluktuation (1 Abgang weiblich, jünger als 30; 1 Abgang männlich, jünger als 30) liegt bei 6,3 %. Die Abweichung gegen den Vorjahreswert (22,2 %) ist durch das niedrige Durchschnittsalter und der damit verbundenen Flexibilität zu erklären.

LA3 Betriebliche Leistungen, die nur Vollzeitbeschäftigten und nicht Mitarbeitern mit einem befristeten Arbeitsvertrag oder Teilzeitkräften gewährt werden, aufgeschlüsselt nach Hauptbetriebsstätten

Zwischen Voll- und Teilzeit gibt es keine Leistungsdifferenzierung seitens der Gesellschaft: für alle Mitarbeitenden bestehen einheitliche Regelungen für Pensionsvorsorge, Gleitzeit, Gesundheitsvorsorge und Elternteilzeit.

LA4 Prozentsatz der Mitarbeiter, die unter Kollektivvereinbarungen fallen

Da für Vorsorgekassen noch keine kollektivvertragliche Vereinbarung besteht, orientieren wir uns an jener der Banken und Bankiers. Diese Orientierung trifft einheitlich auf alle Mitarbeitenden (100%) zu.

LA5 Mitteilungsfrist(en) in Bezug auf wesentliche betriebliche Veränderungen einschließlich der Information, ob diese Frist in Kollektivvereinbarungen festgelegt wurde

Es gibt keine schriftlich festgehaltenen Mitteilungsfristen, jedoch informiert der Vorstand unmittelbar nach Beschluss in einer Informationsrunde die Mitarbeitenden. Nach jeder Sitzung des Aufsichtsrates findet (zumindest viermal jährlich) eine entsprechende Informationsrunde binnen weniger Tage, meist bereits am Folgetag, statt.

Weiters gibt es regelmäßige Meetings innerhalb derer der Kommunikationsaustausch stattfindet. Wöchentliche Jour Fixe in der Verwaltung und im Vertrieb bilden die Grundlage für zielgerichtete und aktuelle Kommunikation. Interne Schulungen, wie sie im Rahmen der VBV - Akademie betrieben werden, sorgen dafür, dass alle Mitarbeitenden einen annähernd gleichen Überblick über die Arbeitsabläufe in der VBV erlangen.

LA7 Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Summe der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region

Es waren im Berichtszeitraum keine Verletzungen, Berufskrankheiten oder Todesfälle zu vermerken. Mit der Zielsetzung Berufskrankheiten zu verhindern, sind alle PC-Arbeitsplätze mit „Augen schonenden“ Flachbildschirmen ausgestattet. Die Ausfalltage liegen, so wie im Vorjahr, auch 2009 beträchtlich unter dem österreichischen Durchschnitt.

Durchschnittliche Krankenstandstage in den Jahren 2007 bis 2009:

 

Österreich 

VBV - Vorsorgekasse 

2007

12

9,3

2008

12,5

5,6

2009

12,6

5,1

LA8 Unterricht, Schulung, Beratungsangebote, Vorsorge- und Risikokontrollprogramme, die Mitarbeiter, ihre Familien oder Gemeindemitglieder in Bezug auf ernste Krankheiten unterstützen

Das Gesamtziel des Gesundheitsmanagements der VBV besteht darin, die arbeitsmedizinische Vorsorge durch Etablierung von Gesundheitsstandards zu fördern.

Vorsorgeuntersuchung
Die Mitarbeitenden der VBV – Vorsorgekasse können 1 x im Jahr an einer eigens im Haus stattfindenden Gesundenuntersuchung teilnehmen. Weiters wird die Teilnahme an diversen Impfaktionen wie Zeckenschutzimpfung oder Hepatitis ermöglicht, wobei die VBV die Kosten trägt.

Zimmerpflanzen
Grünpflanzen sorgen für ein gesundes Raumklima. Die VBV hat mit Hilfe der Mitarbeitenden alle Büros im Sinne einer Verbesserung der Luftfeuchtigkeit mit Zimmerpflanzen ausgestattet.

Gesundes Essen am Arbeitsplatz
Saisonales frisches Obst wird allen Mitarbeitenden laufend kostenlos angeboten. Die Mittagsküche setzt Schwerpunkte wie z.B. „Essen nach Ayurveda“ oder cholesterinarme Kost.

Unterstützungsprogramme 

 

Unterricht/ 

Ernährungs-beratung 

Vorsorge/ 

Behandlung 

Berufsun-fähigkeits- / Pensions-vorsorge 

Zielgruppe des Programms 

Ja 

Nein 

Ja 

Nein 

Ja 

Nein 

Ja 

Nein 

Ja 

Nein 

Angestellte 

 

 

 

 

 

Familien-angehörige 

 

 

 

 

 

Wir wissen, ernsthafte Erkrankungen lassen sich nicht immer vermeiden. Doch möchten wir mit unserem Angebot an frischen Obst, Mineralwasser und einen Betriebsarzt den Mitarbeitenden hier einen Grundstock liefern ihre Körper gesund zu halten. Ergänzend dazu gibt es für jeden Mitarbeitenden die Möglichkeit div. Fitnesscenter zu einem ermäßigten Tarif zu benützen.

LA10 Durchschnittliche jährliche Stundenzahl pro Mitarbeiter und Mitarbeiterkategorie, die der Mitarbeiter aus- oder weitergebildet wurde

Die Weiterbildung durch Seminar- und Bildungsveranstaltungen wurde im Geschäftsjahr auf Grund der Neuaufnahmen forciert. 2009 wurden von den 32 Mitarbeitenden externe Schulungen im Ausmaß von 1008 Stunden besucht (durchschnittlich 31,5 Stunden pro Mitarbeitenden). 2008 waren die Mitarbeitenden 332 Stunden auf externen Schulungen. Das ergab bei 27 Mitarbeitenden einen Durchschnitt von 12,3 Stunden (2007:20,3 Stunden).

LA11 Programme für das Wissensmanagement und lebenslanges Lernen, die die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter fördern und ihnen im Umgang mit dem Berufsausstieg helfen

Eine eigene VBV – Akademie erfüllt die fachliche Weiterqualifikation. Ausbildungstage 2009: insgesamt 4 Tage / Mitarbeitende, davon zwei im Rahmen der VBV – Akademie so wie bereits im Jahr zuvor. Jeder Mitarbeiter der VBV hat die Möglichkeit, an einem individuellen Schulungsprogramm teilzunehmen. Angefangen von 1-tägigen Schulungen bis zu mehrtägigen Workshops. Die VBV hat seit ihrer Gründung ihre Mitarbeitenden aktiv gefördert und diverse Schulungsangebote initiiert. Die Weiterbildung ist nicht nur auf junge Mitarbeitende ausgerichtet.

Grundsätzlich werden 4 Arten von Schulungen durchgeführt:

Als Ergebnis auf häufig gestellte Anfragen (FAQ) wurde 2009 das Nachschlagewerk aktualisiert, das von jedem Arbeitsplatz aus schnell eingesehen werden kann.
Derzeit befinden sich keine Mitarbeitenden nahe dem gesetzlichen Pensionsalter.

LA12 Prozentsatz der Mitarbeiter, die eine regelmäßige Leistungsbeurteilung und Entwicklungsplanung erhalten

Alle Mitarbeitenden erhalten einmal jährlich ein Mitarbeiterorientierungsgespräch (MOG) inklusive Beurteilung, Zielvereinbarung und Ausbildungsprogramm. Wenn Mitarbeitende noch kein ganzes Jahr im Unternehmen sind, erfolgt eine eingeschränkte formelle Beurteilung.

LA13 Zusammensetzung der leitenden Organe und Aufteilung der Mitarbeiter nach Kategorie hinsichtlich Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und anderen Indikatoren für Vielfalt

Alle Mitarbeitenden (ohne Vorstände und ohne Mitarbeitende in Elternkarenz)

Kriterium 

Ausprägung 

Anzahl 

Geschlecht 

Weiblich 

21

 

Männlich 

11

Altersstruktur 

Unter 30 

19

 

Über 30 

13

Migrationshintergrund 

Ja 

1

 

Nein 

31

Erziehungsberechtigt 

Ja 

8

 

Nein 

24

Arbeitszeit 

< 100 % 

8

 

100%

24

Lehrlinge 

als Lehrling beschäftigt 

1

 

nicht als Lehrling beschäftigt 

31

Managementaufgaben oder Stabstellen (inkl. Gruppenleiter ohne Vorstände ohne Mitarbeitende in Elternkarenz)

Kriterium 

Ausprägung 

Anzahl 

Geschlecht 

Weiblich 

4

 

Männlich 

4

Altersstruktur 

Unter 30 

2

 

Über 30 

6

Migrationshintergrund 

Ja 

0

 

Nein 

8

Erziehungsberechtigt 

Ja 

3

 

Nein 

5

Arbeitszeit 

< 100 % 

2

 

100%

6

Das Team (exklusive Vorstand) besteht insgesamt aus 21 Frauen und 11 Männern. (24 Vollzeit / 8 Teilzeit, 0 Person in Karenz / alle im festen Angestelltenverhältnis, 31 Mitarbeitende mit österreichischer Staatsbürgerschaft / keine Arbeiter).

LA14 Verhältnis Grundgehalt für Männer zum Grundgehalt für Frauen nach Mitarbeiterkategorie

Das Grundgehalt ist geschlechtsneutral: das Verhältnis des Grundgehalts für Frauen zum Grundgehalt für Männer ist 1: 1. Bei der Festlegung des Grundgehaltes wird die Vorqualifikation (Schule, Studium, Berufserfahrung) der Mitarbeitenden berücksichtigt.


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Soziale Leistungsindikatoren: Menschenrechte

HR1 Prozentsatz und Gesamtzahl der wesentlichen Investitionsvereinbarungen, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder die unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden

Die Ethikgrundsätze und die gemeinsam mit dem Ethik-Beirat festgelegten Nachhaltigkeitskriterien sind in einem Katalog verankert und gelten für das gesamte Wertpapierportfolio. Entsprechend den Ethikgrundsätzen ist die Beachtung der Menschenwürde und die Einhaltung der Menschenrechte bei der Veranlagung oberstes Prinzip. Ein diesbezügliches Screening und eine laufende Analyse der Anlagekategorien und –Instrumente finden durch den Ethikbeirat statt. In der Berichtsperiode gab es keine Menschenrechtsverletzungen.

HR2 Prozentsatz wesentlicher Zulieferer und Auftragnehmer, die unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden und ergriffene Maßnahmen

Bei der Auswahl unserer Zulieferunternehmen berücksichtigen wir Nachhaltigkeitskriterien. Dazu zählt auch die Wahrung der Menschenrechte.
Ein Screening der Anbieter und die laufende Analyse der Anlagekategorien und –Instrumente finden durch den Ethikbeirat statt. In der Berichtsperiode gab es keine Verletzungen von Menschenrechten.

HR 4 Gesamtzahl der Vorfälle von Diskriminierung und ergriffene Massnahmen

Es gab keine Verletzung von Menschenrechten oder Diskriminierungen.

HR5 Ermittelte Geschäftstätigkeiten, bei denen die Vereinigungsfreiheit oder das Recht zu Kollektivverhandlungen erheblich gefährdet sein könnten sowie ergriffenen Maßnahmen, um diese Recht zu schützen

In der Veranlagung stellen die 8 Kernarbeitsnormen der ILO-Richtlinien ein wichtiges Auswahlkriterium bei den Veranlagungsentscheidungen dar.
Nr.87 Vereinigungsfreiheit und der Schutz des Vereinigungsrechts (1948)
Nr.98 Vereinigungsrecht und das Recht zu Kollektivverhandlungen (1949)

HR6 Ermittelte Geschäftstätigkeiten, bei denen ein erhebliches Risiko auf Kinderarbeit besteht und ergriffenen Maßnahmen die zur Abschaffung von Kinderarbeit beitragen

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften (Kinder- und Jugendbeschäftigtengesetz) wird durch mehrere Kontrollinstanzen und –mechanismen wie z.B. Arbeitsinspektorat und Arbeiterkammer abgesichert und betrifft in erster Linie Lehrlinge und Praktikanten.

Bei allen Veranlagungsentscheidungen ist Kinderarbeit ein Ausschließungsgrund beim Investment.

Diese strengen Maßstäbe werden nebst den externen Kontrollinstanzen auch durch den im Jahr 2002 gegründeten Ethik-Beitrag der VBV – Vorsorgekasse Haus intern überprüft und kontrolliert.

HR7 Ermittelte Geschäftstätigkeit, bei denen ein erhebliches Risiko auf Zwangs- oder Pflichtarbeit besteht und ergriffene Maßnahmen, um zur Abschaffung von Zwangs- oder Pflichtarbeit beizutragen

Bei der Vermeidung von Zwangs- und Pflichtarbeit verhält es sich analog zur Vermeidung von Kinderarbeit. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wird durch mehrere Kontrollinstanzen und –mechanismen wie z.B. Arbeitsinspektorat und Arbeiterkammer abgesichert.

Auch bei allen Veranlagungsentscheidungen werden diesbezüglich strenge Maßstäbe angelegt: Soziale Rechte am Arbeitsplatz, Gleichberechtigung aller Menschen im öffentlichen und privaten Bereich sind Maßstäbe für die Beurteilung von Staaten und Wirtschaftsräumen. Demokratiedefizite und Bonitätsdefizite korrelieren eng.

Bei allen Veranlagungsentscheidungen werden diesbezüglich strenge Maßstäbe angelegt: Zwangs- bzw. Pflichtarbeit ist ein Ausschließungsgrund beim Investment.

Diese strengen Maßstäbe werden nebst den externen Kontrollinstanzen auch durch den im Jahr 2002 gegründeten Ethik-Beitrag der VBV – Vorsorgekasse Haus intern überprüft und kontrolliert.

 

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Soziale Leistungsindikatoren: Gesellschaft

SO1 Art, Umfang und Wirksamkeit jedweder Programme und Verfahrensweisen; welche die Auswirkung von Geschäftstätigkeiten auf das Gemeinwesen bewerten und regeln, einschließlich Beginn, Durchführung und Beendigung der Geschäftstätigkeit in einer Gemeinde oder Region

Die Abfertigung NEU ist laut dem früheren EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla das europäische Paradebeispiel für die Flexibilisierung im Arbeitsbereich. Durch die monatlichen Einzahlungen wird auch die Flexibilität der Arbeitnehmer gefördert und es wird vermieden, dass Dienstnehmer beim Wechsel zu einem neuen Dienstgeber Rechte verlieren. Die Möglichkeit, zu Pensionsantritt aus dem Guthaben eine lebenslange steuerfreie Rente zu beziehen, unterstützt maßgeblich die Altersversorgung in Österreich.

SO2 Prozentsatz und Anzahl der Geschäftseinheiten, die auf Korruptionsrisiken hin untersucht wurden

Die Gesellschaft hat durch die implementierte Organisationsstruktur sowie die Funktionstrennung die Basis für die Begrenzung des Korruptionsrisikos geschaffen. Klare Verantwortung betreffend Kompetenzen, Zeichnungsberechtigungen und Vertretungsregeln wurden festgelegt. Wichtige Arbeitsabläufe wurden in korrespondierenden Richtlinien nachvollziehbar dokumentiert und an alle Beteiligten kommuniziert.

Darüber hinaus können Korruptionsrisiken durch die regelmäßige Kontrolle des Geldwäschebeauftragten weitestgehend ausgeschlossen werden. Unterstützend dazu wurde das „4-Augen-Prinzip“ in unserem Haus eingeführt. Alle Dokumente, Investments, Verfügungserklärungen, etc. werden durch mindestens zwei Personen überprüft.

SO3 Prozentsatz der Angestellten, die in der Antikorruptionspolitik und den Antikorruptionsverfahren der Organisation geschult wurden

Zur Vermeidung von Geldwäsche bzw. Korruptionsfällen wurde ein Beauftragter nominiert und ausgebildet, der in regelmäßigen Abständen die Kundengeldflüsse dahingehend überprüft und darüber Bericht erstattet.

Auch alle Mitarbeitenden der VBV – Vorsorgekasse werden zum Thema Geldwäsche und Korruption geschult.

SO4 In Reaktion auf Korruptionsvorfälle ergriffene Maßnahmen

Im Berichtszeitraum gab es keinerlei Korruptionsvorfälle.

SO5 Politische Positionen und Teilnahme an der politischen Willensbildung und am Lobbying

Verbunden mit der laufenden Evaluierung der bestehenden gesetzlichen Grundlagen (BMSVG), der Ergänzung der gesetzlichen Grundlagen sowie der Ideenfindung für Produktinnovationen ist ein Lobbying im politischen Bereich (Gesetzgeber und Sozialpartner) und damit eine aktive Teilnahme der Gesellschaft an der politischen Willensbildung gegeben.

Die Branche hat mit dem Verein „Plattform der Vorsorgekassen“ ein gemeinsames Auftreten in der Öffentlichkeit. Die VBV – Vorsorgekasse AG ist Gründungsmitglied.

Die Gesellschaft ist Mitglied der Fachgruppe Banken und Bankiers in der Wirtschaftskammer Österreich und bei respACT – austrian business council for sustainable development sowie Unterzeichner der UN Principles for Responsible Investments (UNPRI).

Die Marktdurchdringung im Bereich der Betrieblichen Vorsorgekassen ist aufgrund der erfolgten Systemerweiterung vorerst weitgehend abgeschlossen. Das bereits bewährte und praxiserprobte System der betrieblichen Vorsorgekassen wäre auch für weitere Vorsorgethemen – wie das der Pflegevorsorge – ein idealer Lösungsansatz. Ein seit sieben Jahren funktionierendes Inkassosystem, eine Veranlagung die gerade in Krisenzeiten auf Sicherheit ausgerichtet ist und die lückenlose Kundeninformation für annähernd alle in Österreich Erwerbstätigen sind der klarer Beweis, dass dieses System eine reibungslose Abwicklung ermöglicht. Insbesondere in der Pflegevorsorge könnte die Vorsorgekasse zukünftig ein bedeutender Mosaikstein in Kombination mit anderen bewährten Finanzierungsformen werden.

SO6 Gesamtwert der Zuwendungen (Geldzuwendungen und Zuwendungen von Sachwerten) an Parteien, Politiker und damit verbundenen Einrichtungen, aufgelistet nach Ländern

Wir halten fest, dass seitens der Gesellschaft keinerlei Zuwendungen an politische Parteien oder Politiker getätigt wurden.

SO7 Anzahl der Klagen, die aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- oder Monopolbildung erhoben wurden und deren Ergebnisse

In der Beobachtungsperiode gab es keine Verstöße gegen wettbewerbsrechtliche Bestimmungen.

SO8 Wesentliche Bußgelder (Geldwert) und Anzahl nicht monetärer Strafen wegen Verstoßes gegen Rechtsvorschriften

In der Berichtsperiode gab es keine Bußgelder oder nicht monetäre Strafen wegen Verstoßes gegen rechtliche Bestimmungen.

 

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Soziale Leistungsindikatoren: Produktverantwortung

PR1 Gesundheitliche Auswirkungen von Produkten entlang des Produktlebenszyklus'

Das Produkt  beschränkt sich auf die finanzielle Absicherung der Kunden im Falle von Arbeitslosigkeit bzw. im Alter und enthält kein Gesundheits- oder Sicherheitsrisiko.

PR3 Art der gesetzlich vorgeschriebenen Informationen über Produkte und Dienstleistungen, und Prozentsatz der Produkte und Dienstleistungen die solchen Informationspflichten unterliegen. Leistungskategorien, die entsprechend untersucht werden

Sowohl die Homepage der VBV, als auch die Druckwerke im Allgemeinen und die Verträge im Besonderen enthalten alle relevanten Informationen. Die große Zahl von Vertriebspartnern (Brandingpartnern) ermöglicht beinahe überall vor Ort umfangreiche Produktinformationen.

Die VBV lebt das Prinzip der „gläsernen Kasse“ und setzt auf größtmögliche Transparenz in der Beziehung zu Ihren Kunden und Partnern. Alle Informationspflichten, die sich aus dem zugrunde liegenden Gesetz ergeben, werden im Rahmen der jährlichen Kontoinformation erfüllt. Darüber hinaus sind wir bestrebt, umfangreiche Zusatzinformationen zur Verfügung zu stellen.

Exemplarisch seien hier genannt:

Es ist uns ein besonderes Anliegen, unsere Kunden über die sehr große Bedeutung der Nachhaltigkeit und unsere Bemühungen in diesem Bereich zu informieren sowie das Thema einem breiten Publikum zugänglich zu machen. So entstand eine umfassende VBV – Broschüre, die Dienstnehmern und Selbständigen Aufschluss über nachhaltige Vorsorge & Abfertigung NEU gibt. Sie wurde erstmals 2009 in hoher Auflage (400.000 Stück) den Kontoinformationen beigelegt und dient als persönliches Nachschlagewerk für die Anwartschaftsberechtigten. Die Broschüre mit dem Titel „INFO Vorsorge“ lag auch dem Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2008 bei und ist ein weiterer Beitrag zur Information und transparenten Kommunikation.

PR5 Praktiken im Zusammenhang mit Kundenzufriedenheit einschließlich der Ergebnisse von Umfragen zur Kundenzufriedenheit

Der zukünftige Erfolg der VBV als Marktführer im Bereich der Abfertigung NEU und Selbständigenvorsorge hängt von der Kundenzufriedenheit ab und ob es gelingt, neue Kunden zu gewinnen. Die größtmögliche Zufriedenheit unserer Kunden hat daher absolute Priorität.

Um den Anforderungen des Marktes und den Wünschen unserer Kunden und Anwartschaftsberechtigten gerecht zu werden, wurde im Jahr 2009 eine Informationsbroschüre an rund 400.000 Arbeitnehmer und Selbständige im Zuge der Erstellung der Jahreskontoinformationen versandt. Dieser „VorsorgeINFO“ lag auch ein Fragebogen zur Erhebung der Kundenzufriedenheit bei.

Rund 1050 Personen haben den Fragebogen ausgefüllt retourniert und wertvolle Aussagen zur Kundenzufriedenheit, das Image der VBV sowie zur Bedeutung einer nachhaltigen Veranlagung gemacht. Weiters wurde auch die Bekanntheit als Best-Performer sowie das Angebot der Online-Kontoinformation abgefragt..

Generell fiel die Auswertung hinsichtlich Kundenzufriedenheit und Image der VBV – Vorsorgekasse sehr positiv aus. Rund 95% aller Befragten attestierten uns, dass sie mit den Leistungen und der Arbeit der VBV zufrieden bzw. sogar sehr zufrieden sind. Ebenfalls rund 95% aller Befragten befanden, dass der Marktauftritt via Homepage gelungen ist und man sich sehr gut auf der Homepage zurechtfindet.

Lediglich 2% der Befragten zeigten sich mit der Arbeit und dem Service der VBV unzufrieden. Gründe dafür waren höhere Erwartungen bezüglich Veranlagungsergebnis und Kosten. Die nachhaltige Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit fand eine sehr breite Zustimmung.
Großteils unbekannt war die Tatsache, dass die VBV 2008 das beste Veranlagungsergebnis aller Vorsorgekassen hatte. Ebenfalls noch zu wenig bewusst ist unseren Kunden die Möglichkeit ein Guthaben nach einer beitragsfreien Periode von 3 Jahren von einer Vorsorgekasse auf die jeweils aktuelle Vorsorgkasse übertragen werden kann.

 

Auswertung Fragebogen - Fibel

Frage

Sehr zutreffend

Zutreffend

Etwas zutreffend

Nicht zutreffend

 

1.)
Zufriedenheit
1035 Antworten

594Antworten
57,4 %

390 Antworten
37,7%

28 Antworten
2,7 %

23 Antworten
2,2 %

 

2.)
Aufbau Homepage
1037 Antworten

585 Antworten
56,5 %

358 Antworten
34,5 %

70 Antworten
6,7 %

24 Antworten
2,3 %

 

 

JA

NEIN

3.)
Bestperformer
1035 Antworten

256 Antworten
24,7 %

779 Antworten
75,3 %

 

4.)
Nachhaltigkeit
1031 Antworten

664 Antworten
64,4 %

278 Antworten
30,0 %

61 Antworten
5,9 %

28 Antworten
2,7 %

 

 

JA

NEIN

5.)
Kontoinformation  online abrufbar
1032 Antworten

625 Antworten
60,6 %

407 Antworten
39,4 %

 

 

JA

NEIN

6.)
Übertrag nach 3 J.
1032 Antworten

333 Antworten
32,3 %

699 Antworten
67,7 %

 

7.)
Image der VBV
1038 Antworten

632 Antworten
60,9 %

356 Antworten
34,3 %

34 Antworten
3,3 %

16 Antworten
1,5 %

 

Grafische Auswertung:

auswertung fibel 1

auswertung fibel 2

auswertung fibel 3

 

auswertung fibel 4

auswertung fibel 5

auswertung fibel 6

auswertung fibel 7

 

PR6 Programme zur Befolgung von Gesetzen, Standards und freiwilligen Verhaltensregeln in Bezug auf Werbung einschließlich Anzeigen, Verkaufsförderung und Sponsoring

Alle Bestrebungen richten sich auf eine langfristige Zusammenarbeit und Partnerschaft. Die Gesellschaft und ihre Auftragnehmer befolgen auch alle gesetzlichen Vorgaben, insbesondere die Einhaltung des UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) im Bereich Werbung.

PR7 Gesamtzahl der Vorfälle, in denen Vorschriften und freiwillige Verhaltensregeln in Bezug auf Werbung einschließlich Anzeigen, Verkaufsförderung und Sponsoring, nicht eingehalten wurden, dargestellt nach Art der Folgen

Während der Berichtsperiode gab es keine Verstöße gegen rechtliche Bestimmungen.

PR8 Gesamtzahl berechtigter Beschwerden in Bezug auf die Verletzung des Schutzes der Kundendaten und deren Verlust

Die Vorsorgekassen sind dem Bankwesengesetz und Datenschutzgesetz unterworfen und zur Einhaltung verpflichtet. In der Beobachtungsperiode gab es keine begründeten Beschwerden auf Verletzung des Schutzes der Kundendaten. Die Datenverwaltung entspricht den höchsten Sicherheitsstandards.

PR9 Höhe wesentlicher Bußgelder aufgrund von Verstößen gegen Gesetzesvorschriften in Bezug auf die Zurverfügungstellung und Verwendung von Produkten und Dienstleistungen

Während der Berichtsperiode gab es keine Bußgelder oder nicht monetäre Strafen wegen Verstoßes gegen rechtliche Bestimmungen oder freiwillige Verhaltensregeln.

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Finanzsektor-spezifische Indikatoren

FS1 Richtlinien mit ökologischen und sozialen Komponenten innerhalb des Kerngeschäfts

Die VBV - Vorsorgekasse investiert seit Gründung der Gesellschaft auf Basis von ethischen und nachhaltigen Prinzipien. Das bedeutet, dass wir in der Veranlagung nicht nur beste Erträge im Auge haben, sondern mit dem uns anvertrauten Kapital auch eine positive ökologische und sozio-kulturelle Entwicklung fördern. Es besteht eine Kombination von Best In Class - Ansatz, Kriteriologie (Negativ-, Positiv- sowie Ausschlusskriterien) und Engagement.
Bei der Zusammenstellung des Portfolios achtet die VBV – Vorsorgekasse unter Beratung und Aufsicht des 2002 eingerichteten Ethikbeirates neben der Performance auf folgende „Nachhaltigkeitskriterien“:

Unsere Ausschlusskriterien sind:

Atomenergie - insbesondere die Produktion der Bestandteile des nuklearen Kerns sowie der Verwertung der erzeugten Energie (Einspeisung ins Netz)
Grüne Gentechnologie – Produktion von gentechnisch manipuliertem Saatgut
Kinderarbeit - in Form bewussten Nutzens von Kinderarbeit zur Profitmaximierung
Nachgewiesene (schwere) Manipulation der Geschäfte – Beispiel Bilanzfälschung
Pornographie – Hersteller sowie Spezialhandel außer konventioneller Einzelhandel
Rüstung/ Waffen - Produzenten von militärischen Waffen, im speziellen ABC (atomare, biologische und chemische Kampfstoffe)
Tabak – Hersteller
(vermeidbare) Tierversuche
Todesstrafe – Länder die gemäß Amnesty International die Todesstrafe nicht gänzlich abgeschafft haben, dies gilt für die Emissionen des jeweiligen Staates
Verstoß gegen ILO-Protokoll – im Wesentlichen sind damit die acht Kernarbeitsnormen der ILO gemeint

Unsere Negativkriterien sind:

Abtreibung – Ausschluss von gewerbsmäßigen Abtreibungskliniken
Ausbeutung von Umwelt, Mitarbeitern und Gesellschaft – inkludiert auch sozial-ökologisch kontroversielle Großprojekte
Belastung der Umwelt – inkludiert CO2-Emissionen und „carbon leakage“
Autoritäre Regime – Länder die von „Freedom House“ als nicht frei eingestuft werden
Diskriminierung von Frauen und Minderheiten
Einschränkung der Medien und Meinungsvielfalt
Gentechnologie – wobei Eingriffe in die Keimbahnen oder Experimente an Embryonen als Ausschlusskriterium gelten
Ölindustrie
Artenschutz – Bedachtnahme hinsichtlich Zucht und Spezialhandel vor allem bezüglich gefährdeter Tierarten

Unsere Positivkriterien sind:

Dabei handelt es sich um durchaus gewünschte ökologische und soziale Leistungen in den investierten Unternehmen:
Arbeitsplatzbedingungen – betreffend Kündigungsschutz und soziale Standards
Bildungsförderung
Corporate Governance – Orientierung des Unternehmens an den Interessen der Stakeholder und offene Berichterstattung
Energie- und Wasserverbrauch – betrifft deren Senkung und Einsparung
Erneuerbare Energien – Betonung von erneuerbaren Energien im Gegensatz zur Ölindustrie
Geringe Werte bei Umweltverschmutzung – positive Bewertung der Ökobilanz von Unternehmen
Medizin/ Gesundheitsvorsorge – überdurchschnittliche medizinische und Gesundheitsvorsorge für die Mitarbeiter
Ressourcenschonung – herausragende Werte bezüglich der Ökoeffizienz
Umwelttechnologische Führerschaft – neue Technologien für Paradigmenwechsel
Wasseraufbereitung – neue Technologien für das Megathema Wassermangel
Umweltmanagementsysteme – Zertifikate nach EMAS oder ISO

 

FS2 Verfahren zur Erkennung und Bewertung ökologischer und sozialer Risiken im Kerngeschäft

Es besteht eine Zusammenarbeit mit externen Nachhaltigkeits-Ratingagenturen (z.B. oekom research), die auf die Risiken spezialisiert sind sowie mit den Partnern (VINIS), der über Engagement-Aktivitäten (in Österreich) sowie mit F & C als internationaler Partner im Bereich Engagement, in Dialog mit den investierten Unternehmen steht.

Neben den externen Kontrollinstanzen prüft hausintern auch der im Jahr 2002 gegründete Ethik-Beirat der VBV – Vorsorgekasse die nachhaltige Ausrichtung der Veranlagung.


FS4 Weiterbildung von Mitarbeitern zu ökologischen und sozialen Richtlinien und Prozessen

Es werden externe sowie interne Schulungsmaßnahmen angeboten. Mindestens zweimal jährlich findet ein CSR-Meeting aller Abteilungen statt, in den darauffolgenden Jour Fixes werden die Themen in den Abteilungen weiter bearbeitet. Allen Mitarbeitenden stehen Informationen zu ökologischem Verhalten (Produktempfehlungen) und monatliche Empfehlungen einer Ernährungswissenschafterin zur Verfügung.

 

FS5 Dialog mit Kunden/Investoren/Geschäftspartnern bezüglich ökologischer und sozialer Risiken und Chancen

Engagements erfolgt anhand der nachhaltigen Kriteriologie der VBV (Ausschluss-, Negativ- und Positivkriterien), die vom VBV-Ethikbeirat aufgestellt wird. Die Wahrnehmung der Interessen erfolgt auf direkte Art mittels Stimmrecht und auf indirekte Art durch Beeinflussung des Unternehmensverhaltens, insbesondere durch Dialog mit den Unternehmen.
Was den Engagement Prozess betrifft, existieren unterschiedliche Strategien für Österreich und die internationalen Teile des Portfolios. Engagement mit österreichischen Unternehmen wird ‚in-house’ abgewickelt. Für Unternehmen außerhalb Österreichs existiert eine Kooperation für Engagement mit einem internationalen Partner.

Die VBV veranstaltet einmal jährlich ein Veranlagungssymposium. Hier haben unsere Kunden die Möglichkeit, sich über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Vorsorgekasse und ihrer Veranlagungsgemeinschaft zu informieren und finden eine Plattform für Ihre Meinung und Vorschläge vor. Die Mitarbeiter stehen direkt (ohne ausgelagertes Callcenter) für Kunden- und Geschäftspartneranfragen zur Verfügung.

Die Homepage der VBV dient als Informationsplattform und wird laufend aktualisiert, z.B. quartalsweises Veranlagungsreporting. Es gilt das Prinzip der "gläsernen Kasse".
Weiters informiert die VBV in einem quartalsweisen Reporting per E-Mail Ihre Kunden (auf Wunsch des Kunden) detailliert über die Entwicklungen aus dem Bereich der Veranlagung, als auch über sonstige aktuelle Informationen über die Abfertigung NEU/Selbständigenvorsorge und über die betriebliche Vorsorgekasse.

 

FS6 Anteil des Portfolios für Geschäftsbereiche nach Region, Größe und Sektor

Der Fokus liegt auf große Unternehmen sowie im Bereich von erneuerbarer Energie und Energieeffizienz bei klein- und mittelkapitalisierten Unternehmen, die regionale Aufteilung siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2009, Seite 21 und 34.

 

FS7 Geldwert von Produkten und Dienstleistungen mit sozialem Nutzen

Das System „Abfertigung NEU“ ist von der Politik als Bindeglied zwischen staatlicher Altersvorsorge und rein privaten Vorsorgeangeboten geschaffen worden und verfolgt per se die Aufgabe gesellschaftlichen Nutzen und sozialen Mehrwert zu generieren. Das gesamte veranlagte Volumen der Veranlagungsgemeinschaft (973 Mio. € im Jahr 2009) stiftet sozialen Nutzen, weil es als Überbrückungshilfe z.B. bei Arbeitslosigkeit, als steuerfreie Zusatzpension und ergänzende Absicherung im Alter zur Verfügung steht.

Darüber hinaus halten wir uns auch bei unseren Investitionsentscheidungen an klar definierte soziale Kriterien (siehe Angaben zu FS1)

 

FS9 Reichweite und Häufigkeit von Audits zur Beurteilung der Implementierung ökologischer und sozialer Richtlinien

Die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) überprüft jährlich die Grundsätze unserer nachhaltigen Veranlagung, die Einhaltung der dabei angelegten Kriterien sowie die Systematik von Research und Kontrolle. Diese externe Kontrolle beinhaltet die Punkte Grundsätze und Methodik, Portfolio, Umwelt. Die jährliche Auszeichnung durch die ÖGUT gibt den Kunden die Sicherheit, dass ökologische und soziale Kriterien eingehalten werden. Für 2009 erhält die VBV als erste und einzige Vorsorgekasse den Premiumstandard bei der ÖGUT.

 

FS10 Firmen, die im Portfolio des Unternehmens enthalten sind und mit denen ein Dialog zu ökologischen oder sozialen Fragen stattfand

z.B. Erste Bank, Andritz, Mayr Melnhof, Nokia Corp.

 

FS11 Anteil der Einlagen, die positiven oder negativen ökologischen oder sozialen Auswahltests unterworfen sind

Bei den Investments werden die Kriterien auf 100% der Veranlagungsgemeinschaft angewandt. Bis auf einen maximalen Anteil von 5 % können Investments enthalten sein, deren Einordnung gemäß den Kriterien nicht möglich ist. Diese Investments sind jedoch auch mit dem Ethik-Beirat abzustimmen, um mögliche grobe Verstöße gegen die definierten Anlagerichtlinien ausschließen zu können.

 

FS12 Abstimmungsrichtlinien zu ökologischen und sozialen Fragen bei Aktienbesitz

Investierte Aktien müssen sich im definierten nachhaltigen Anlageuniversum befinden, das im wesentlichen ökologische, soziale und Corporate Governance-Kriterien berücksichtigt und bewertet.
Das interne Veranlagungsteam erhält auf monatlicher Basis Inputs von verschiedenen Nachhaltigkeits-Ratingagenturen, fasst diese sektorenspezifisch zusammen und definiert so das investierbare Anlageuniversum. Ein Investment Board, das sich aus den Nachhaltigkeitsspezialisten der Rating-Agenturen und dem Veranlagungsteam zusammensetzt, überprüft dieses Anlageuniversum. Im Wesentlichen setzt sich das nachhaltige Anlageuniversum aus Kriteriologie (Positiv-, Negativ- sowie Ausschlusskriterien), Best-in-class Ansatz und Engagement zusammen.

 

FS14 Initiativen zur Verbesserung des Zugangs zu Finanzdienstleistungen für benachteiligte Menschen

Die staatlich geförderte betriebliche Vorsorge richtet sich an alle in Österreich berufstätigen Menschen. Die Voraussetzungen für den Übertritt vom System Abfertigung ALT in die Abfertigung NEU werden sowie dessen Vorteile sind in der VorsorgeINFO sowie auf der Homepage ausführlich beschrieben. Die Homepage wurde für Menschen mit Leseschwäche verbessert. Unterlagen und Informationen werden in 12 Sprachen angeboten. Auch Menschen mit niedrigem Einkommen oder Menschen in Krankenstand, Karenz, Bildungskarenz oder Sterbebegleitung erhalten Beiträge in die Vorsorgekasse.

 

FS15 Richtlinien für faire Gestaltung und Verkauf von Finanzdienstleistungen

Der Vertrieb der standardisierten Finanzdienstleistung (Abfertigung NEU/Selbständigenvorsorge) erfolgt über Banken und Versicherungen sowie direkt durch die VBV unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben.

 

FS16 Initiativen zur Förderung finanzieller Allgemeinbildung

Insbesondere die VorsorgeINFO mit einer Auflage von 800.000 Stück und kostenfreien Versand an alle Kontoinhaber mit laufenden Beiträgen bietet wichtige Informationen zur finanziellen Allgemeinbildung und wissenswertes zu nachhaltiger Veranlagung.


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